Malaktion mit dem Hospiz Konstanz

Wie lassen sich unsere tiefsten Gefühle und Gedanken am besten ausdrücken?

Diese Frage hatten Ella und ich lange im Kopf, als wir auf die Idee kamen, ein bisschen andere Kreativität in unsere Sozialaktionen zu bringen. Wie kann ich abschalten, wenn alles um mich herum ein bisschen lauter wird und ich einfach einen Weg haben möchte, all das auszudrücken, was in mir passiert?

Kinder malen beim Kunstprojekt mit dem Kinder- und Jugendhospiz Konstanz

Als Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaftsstudentinnen haben wir schnell gesehen, wie viele Möglichkeiten es gibt, sich selbst Ausdruck zu verleihen – durch Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, Poet*innen und natürlich durch Kunst in ihren unterschiedlichsten Formen.

Das war also unsere Idee: einen Ort zu schaffen, an dem Kinder für ein paar Stunden ihren Kopf abschalten und einfach malen können, was immer sie möchten.

Mit der Unterstützung des lieben Teams des Kinder- und Jugendhospizes und des Jugendraums in Petershausen konnten wir unsere Idee sogar schneller als gedacht verwirklichen. Ein großer, heller Raum, Leinwände, unzählige Farben, Glitzer und ein tolles Team aus Kunststudent*innen, die bereit waren mitzuhelfen – und natürlich auch selbst kreativ zu werden.

Ich glaube, wir können die Malaktion kaum besser beschreiben als durch die Entwicklung, die der Raum innerhalb dieser wenigen Stunden genommen hat.

Die anfänglich stille und etwas schüchterne Atmosphäre verwandelte sich unglaublich schnell in ein gemeinsames Miteinander. Die Kinder zeigten stolz den Student*innen ihre Werke (und natürlich auch andersherum). Farben verteilten sich über den zuvor ordentlich sortierten Tisch, Musik erfüllte den Raum und irgendwann durften sogar die Kinder selbst entscheiden, was gespielt wurde. Es wurde gelacht, ausprobiert, gemalt und vor allem: einfach gemacht.

Am Ende hatte jede und jeder eine eigene Leinwand vor sich – mit etwas, das selbst erschaffen worden war. Ein kleines Stück der eigenen Fantasie, der eigenen Gedanken und der eigenen Kreativität.

Und vielleicht konnte man bei manchen dabei sogar sehen, wie ein kleines bisschen Schwere von ihnen abfiel.

Genau das ist für uns, was Kunst und Ausdruck bewirken können: Sie müssen nicht immer etwas erklären. Manchmal dürfen sie einfach da sein. Und manchmal schaffen sie einen Raum, in dem für einen Moment alles andere ein bisschen leiser wird.

Und natürlich möchten wir den Kindern Danke sagen. Dafür, dass ihr euch auf unsere Idee eingelassen habt, für eure Fantasie, eure Offenheit und eure ganz unterschiedlichen Kunstwerke. Ihr habt diesen Raum mit Leben gefüllt und uns daran erinnert, dass man manchmal gar nicht so viel braucht, um kreativ zu sein. Nur ein bisschen Farbe, eine Leinwand und die Freiheit, einfach loszumalen.

Hiermit möchte wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass diese Sozialaktion überhaupt möglich wurde.

  • Petra und Alexandra vom Kinder- und Jugendhospiz: Ein ganz besonderer Dank geht an euch, die ihre Arbeit mit einer Herzlichkeit und Freude machen, die einfach ansteckt.
  • Team des Jugendraums in Petershausen: Danke auch an das gesamte Team, das uns die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt und uns damit überhaupt erst den Raum zum Malen ermöglicht hat.
  • Alle Student*innen: Ein riesiges Dankeschön an alle, die Teil unserer Aktion waren und sich genauso auf das gemeinsame Malen eingelassen haben. Ohne eure Leichtigkeit, Offenheit und Freude an der Sache wäre diese besondere Atmosphäre nicht entstanden.
  • Rotaract Club und Jannik: Ein weiterer Dank gilt dem Rotaract Club und ganz besonders Jannik, der uns den Rücken gestärkt und uns bei der Organisation unglaublich unterstützt hat.
  • Meine Großeltern: Und zuletzt möchte wir zwei Menschen danken, die extra einen längeren Weg auf sich genommen haben, um zu helfen. Mit ihrer herzlichen Art und ihrer Hilfsbereitschaft haben sie nicht nur uns unterstützt, sondern auch den ganzen Raum mit ihrer Freude angesteckt.

Danke an alle, die diesen Nachmittag zu dem gemacht haben, was er geworden ist.

Autorin: Nina Rosenfelder